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12.02.2026

BahnCard 100: Petition fordert Anerkennung als Produkt von nationaler Bedeutung

Der Deutsche Bundestag möge die BahnCard 100 als Produkt von nationaler Bedeutung anerkennen und im Steuer- und Abgabenrecht verbindlich verankern. Das fordert eine Petition vom 02.12.2025. Die BahnCard 100 solle ähnlich wie das Generalabonnement in der Schweiz als selbstverständliches Instrument der Alltagsmobilität gelten und bei Fahrten zur Arbeit sowie beruflichen Reisen privilegiert berücksichtigt werden.

Die BahnCard 100 sei ein zentrales Angebot im Fern und Regionalverkehr, werde im Steuerrecht jedoch nur schwach abgebildet, wird die Petition begründet. Wer eine solche BahnCard erwirbt, könne nicht sicher sein, ob und in welchem Umfang die Kosten als beruflich veranlasst anerkannt werden. Finanzämter und Dienststellen entschieden unterschiedlich, Arbeitgebende behandelten die Karte uneinheitlich. Ein Produkt mit bundesweiter Reichweite bleibe damit rechtlich und institutionell im Hintergrund.

Ein Blick in die Schweiz zeige eine andere Entwicklung. Dort sei das Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr in Gesetzgebung, Verwaltung und Alltagskultur fest verankert. Viele Menschen besäßen ein solches Abonnement. Es gelte als selbstverständlich, dass es für den Arbeitsweg genutzt wird und dass seine Kosten im Rahmen beruflicher Fahrten steuerlich berücksichtigt werden. Die private Mitnutzung werde akzeptiert, weil ein Netzabonnement gerade dann seine volle Wirkung entfalte, wenn es den gesamten Alltag abdeckt.

Diese Praxis mache deutlich, dass ein Netzabonnement mehr sein könne als ein bloßes Tarifprodukt, wird in der Petition betont. Es könne als Instrument der Daseinsvorsorge verstanden werden, das der Staat fördert. Rechtliche und betriebliche Regelungen seien so ausgestaltet, dass der Besitz eines Generalabonnements als sinnvoller Normalfall gilt. Wer sich für den öffentlichen Verkehr entscheidet, könne sich darauf verlassen, dass dieses Modell unterstützt wird.

In Deutschland fehle eine vergleichbare institutionelle Anerkennung der BahnCard 100. Sie werde häufig wie eine private Sonderlösung behandelt, die im Einzelfall erklärt werden muss. Manche Finanzämter würden Teile der Kosten anerkennen, andere seien zurückhaltend. So entstehe der Eindruck, die BahnCard 100 sei im offiziellen System nicht wirklich vorgesehen. Dies schwäche ihre Wirkung als Instrument für klimafreundliche Mobilität und erschwere, dass sie sich im Alltag ähnlich fest verankern könne wie das Generalabonnement in der Schweiz.

Die Petition will einen Perspektivwechsel anstoßen. Sie kann noch bis zum 17.02.2026 mitgezeichnet werden.

Deutscher Bundestag, Internetseite vom 11.02.2026