31.08.2026

Teilnahme an Strafprozess: Rechtfertigt keinen Daueraufenthalt

Die Brüder eines 2022 bei einem Polizeieinsatz getöteten Ausländers haben nach Abschluss des Strafverfahrens keinen Anspruch auf eine weitere Verlängerung ihrer Aufenthaltserlaubnisse. Das hat das Das Verwaltungsgericht (VG) Gelsenkirchen entschieden. Die beiden Männer waren 2024 aus humanitären Gründen eingereist, um als Nebenkläger am Strafprozess teilzunehmen. mehr...

31.08.2026

Familienheim geerbt: Sechsmonatsfrist ist keine starre Grenze

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat zum Erbe eines Familienheims entschieden, dass die für die Steuerbefreiung erforderliche "unverzügliche" Selbstnutzung stets anhand der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen ist. Die von der Rechtsprechung entwickelte Sechsmonatsfrist sei dabei keine starre Grenze. mehr...

31.08.2026

Nordrhein-westfälische Polizei: Durfte tätowierten Bewerber ablehnen

Das Land Nordrhein-Westfalen durfte einem Bewerber für den Polizeivollzugsdienst die Einstellung wegen Zweifeln an seiner charakterlichen Eignung versagen, die sich aus einer zwischenzeitlich entfernten Tätowierung auf seinem Oberarm ergeben. Dies hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes in einem Eilverfahren entschieden und damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Köln bestätig... mehr...

31.08.2026

Insolvenz des Arbeitgebers: Was Beschäftigte bei Insolvenzgeld und Steuern wissen müssen

Eine Unternehmensinsolvenz ist für Beschäftigte oft mit der Sorge verbunden, ausstehende Löhne nicht mehr zu erhalten. In solchen Fällen kann die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen einspringen. Sie zahlt in der Regel für bis zu drei Monate Insolvenzgeld in Höhe des ausgefallenen Nettolohns und übernimmt zudem die Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. mehr...

31.08.2026

Arbeitgeber: Darf Homeoffice nach billigem Ermessen beenden

Arbeitgeber können die Erlaubnis zum Homeoffice grundsätzlich durch eine Weisung beenden. Das hat das Arbeitsgericht (ArbG) Düsseldorf mit Urteil vom 11.02.2026 entschieden (3 Ca 6587/25), wie die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Gericht stellte laut DAV klar, dass eine Anweisung zur Rückkehr in den Betrieb unwirksam ist, wenn sie die Interessen des... mehr...

31.08.2026

Gesetzliche Krankenkassen: Dürfen Versicherte nicht mit Geschenken vom Kassenwechsel abhalten

Das Bayerische Landessozialgericht (LSG) hat es einer gesetzlichen Krankenkasse einstweilen untersagt, wechselwilligen Versicherten geldwerte Vorteile ohne rechtliche Grundlage zu versprechen, um sie vom Kassenwechsel abzuhalten. Nach Auffassung des Gerichts überschreitet eine solche Praxis die Grenzen des zulässigen Wettbewerbs zwischen Krankenkassen. mehr...

31.08.2026

Kommunale Amtsblätter: Verlag muss Umsatzsteuer auf Anzeigenrecht zahlen

Die Herstellung und Verteilung kommunaler Amtsblätter durch einen Verlag gegen das Recht zur Vermarktung von Anzeigen ist als umsatzsteuerpflichtiger tauschähnlicher Umsatz anzusehen. Eine Bezahlung in Geld hält das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg dafür für nicht erforderlich, da die Gemeinden dem Verlag als Gegenleistung das Anzeigenplatzierungsrecht einräumten. mehr...

31.08.2026

Erbschaft- und Schenkungsteuer: Auf Rekordniveau

Die Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer haben 2025 einen Rekordwert erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Finanzverwaltungen bundesweit 21,4 Milliarden Euro Steuern fest, ein Plus von 60,8 Prozent gegenüber 2024. Ausschlaggebend waren vor allem große Vermögensübertragungen von mehr als 20 Millionen Euro, bei denen sich die Steuerlast mehr als verdop... mehr...

28.08.2026

Katholische Grundschule: Muss konfessionslose Schülerin aufnehmen

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen hat einer konfessionslosen Schülerin im Eilverfahren einen Anspruch auf Aufnahme an eine katholische Grundschule in Bonn zugesprochen. Die Schule muss das Mädchen vorläufig zum Schuljahr 2026/2027 aufnehmen. mehr...

28.08.2026

Einsicht in polizeiliche Vermittlungsakte: Was ist der richtige Rechtsweg?

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat den Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten für eine Klage auf Einsicht in eine polizeiliche Vermisstenakte bestätigt. Damit scheiterte die Polizei mit dem Versuch, den Rechtsstreit an die ordentliche Gerichtsbarkeit zu verweisen. Über das Akteneinsichtsbegehren der Angehörigen muss nun das Verwaltungsgericht (VG) Freiburg entscheiden. mehr...

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